Klasse Protestaktion

28. September 2009

Man muss gar nicht mal hundertprozentiger Pazifist und für den sofortigen Abzug aus Afghanistan sein, um diese Aktion bei einem „Tag der offenen Tür“ der Bundeswehr cool und kreativ zu finden.


Anekdote zum Thema CDU und Videoüberwachung

20. September 2009

Wenn man mit Menschen auf der Straße diskutiert, die das unglaublich dämliche „Ich habe doch nichts zu verbergen“-Argument vorbringen: Einfach mal eine Kamera einschalten und ohne ihre Zustimmung auf sie richten.


Stoppt die Prügel-Politiker der CSU!

15. September 2009

Freiheit statt Angst 2009 – Impressionen

13. September 2009
  • Sehr interessant, um nicht zu sagen verräterisch, waren übrigens die Umzug-Fahrzeuge der einzelnen Parteien. Bei der Linkspartei-Jugendorganisation: Ein Uralt-Klapper-Van (Ford Transit) Bei der Piratenpartei: Ein ziemlich neu ausehendes Mercedes-SUV (M-Klasse) mit „gläsernem Wohnzimmer“-Anhänger und ein Sattelzug mit ebenfalls sehr neu aussehender Zugmaschine (Renault) und Anhänger in Überlänge. Sah jedenfalls nach viel Geld aus. Bei AK Vorrat und Verdi: Ziemlich durchschnittliche Kleintransporter. Bei den Grünen: Ein Doppeldeckerbus.
  • Eines kann man der ganzen Bewegung auf keinen Fall nachsagen: Gewaltbereitschaft. Schließlich fand die Kundgebung direkt vor der Konzernzentrale der Deutschen Bahn AG statt, also für viele dem Top-Unternehmen in Sachen Stasi-Methoden (in der Ära Mehdorn), ohne dass es irgendwelche Versuche gab, das Gebäude zu stürmen, oder auch nur Sachbeschädigungen zu verüben :-)
  • Ich habe ein einziges Plakat gegen Social Networks gesehen („Facebook weiß, wann Dich Deine Freunde verlassen – myspace auch“). Gleichzeitig berichten die meisten Teilnehmer in genau dieses Social Networks über die Veranstaltung und geben dabei massenhaft persönliche Daten preis. Eigentlich gehöre ich mit diesem Blog auch schon dazu. Diesen Umstand sprach auch Monty Cantsin von der Hedonistischen Internationalen in seiner Rede an.
  • Der Einfluss der Love Parade auf Demonstrationen ist groß. Es geht nichts mehr ohne Lautsprecherwagen, von denen Reggae, Rock oder Hip Hop mit staatskritischen Texten abgespielt wird. Wo sind die Zeiten, als man einfach nur Parolen gerufen hat?

Mehr Videoüberwachung? (die zweite)

13. September 2009

Eine Studie aus Großbritannien enthüllt, dass in einem Jahr in London pro 1000 Videokameras nur eine Straftat zusätzlich aufgeklärt werden konnte (siehe auch der BBC-Artikel). In einem Monat half Material aus den Überwachungskameras z.B. nur bei 8 von 269 gemeldeten Raubüberfällen bei der Aufklärung. Die Kameras im Stadtgebiet von London – mehr als eine Million an der Zahl – kosteten dabei über 500 Millionen Euro. Wenn man annimmt, dass eine Kamera fünf Jahre hält, bevor sie ausgetauscht werden muss, kostet es also 100.000 Euro pro Jahr, alleine mittels Videokameras eine Straftat pro Jahr mehr aufzuklären. Wartungskosten, die Kosten für die Überwachungszentrale und das Personal, das die Kamerabilder sichtet, sind da noch gar nicht eingerechnet. Das Geld wäre jedenfalls besser in zusätzliche Streifenpolizisten investiert. Übrigens ist München genau wegen der sehr guten Präsenz der Polizei auf der Straße auch sehr erfolgreich bei der Kriminalitätsbekämpfung – 2008 gab es dort nur drei Morde. Zu Panik und übertriebener Kriminalitätsfurcht besteht also kein Anlass.

Es gibt ja mal wieder (leider) einen Anlass, daran zu erinnern.