Christoph Faulhaber überwacht die Überwacher in mehreren Ländern und ist dafür schon auf der FBI-Terrorliste gelandet. Großartige Aktionskunst, so was sollte es viel öfter geben. Ich muss mich mal wieder um die Überwachungskamerasammlung kümmern (via Lanu)
Der eigentlich immer sehr interessante Chaosradio Podcast des CCC hat heute das besonders spannende Thema Datenschutz für Arbeitnehmer. Auch live ab 22:00 auf Fritz (RBB) im Raum Berlin/Brandenburg oder als Stream. Mehr dazu hier.
In den USA macht zur Zeit die Verschwörungstheorie die Runde, dass die Set-Top-Boxen, die dort im Rahmen der Umstellung auf digitales Fernsehen auch staatlich subventioniert werden, eine Kamera und ein Mikrofon enthalten, so dass die Regierung wie in Orwells „1984″ in jedes Wohnzimmer schauen kann:
Ich will jetzt dazu gar keinen Kommentar abgeben. Die Geschichte ist ein Scherz – die verdächtigen Teile wurden vorher in die Box eingebaut. Ich weise aber darauf hin, dass das Ganze einen wahren Kern hat: Der große Anbieter Comcast hat 2008 mal darüber nachgedacht, Kameras in Set-Top-Boxen einzubauen, damit die Box weiß, wieviele Menschen gerade im Wohnzimmer sind, und ob Kinder dabei sind, die keinen Schmuddelkram gucken dürfen. Ein Vertreter von Comcast dementierte das relativ lauwarm.
Update: Und Microsoft hat ein Patent auf eine ähnliche Technologie (Glotze glotzt zurück und ermittelt die Fernsehgewohnheiten des Zuschauers) eingereicht.
Nein, im Ernst: Hier ist ein Vortrag einiger Forscher über die ganzen Sicherheitslücken im Protokoll – trotzdem behaupten die Geheimdienste, dass sie große Probleme mit Skype hätten. Meine völlig unbelegbare Vermutung wäre ja, dass das nur Bluff ist.
Das neue Album von U2, das eigentlich erst Anfang März herauskommen sollte, ist schon jetzt an die Öffentlichkeit gelangt und wird fleißig über das Internet raubkopiert. So wie immer halt.
Neu ist aber, dass die RIAA jetzt die Musik-Community Last.fm um die Herausgabe von Nutzerdaten gegeben hat. Last.fm bietet eine Software an, die die Musik, die man gerade hört, zum eigenen Benutzerprofil hinzufügt, aber eben nur Titel und Interpret, nicht die Dateien selbst. Auf diese Weise entsteht nach und nach ein genaues Abbild des eigenen Musikgeschmacks, man kann die musikalischen Vorlieben anderer Mitglieder erkunden, neue Bands kennenlernen usw. Die RIAA wollte jetzt einfach mal wissen, wer alles verkündet hat, gerade das neue U2-Album zu hören. Natürlich ist es schlicht leichtsinnig, in die Welt hinauszublasen, dass man gerade ein Album hört, dass noch gar nicht zu kaufen ist. Ob die RIAA damit durchkommt und tatsächlich rechtliche Schritte gegen irgendjemanden einleiten kann, ist noch nicht klar. In vielen Fällen werden sie auch der Mithilfe der Provider bedürfen, weil die Userdaten von Last.dm noch keinen Rückschluss auf die echten Identitäten zulassen. Bei der Benutzung von Last.fm wird aber weder etwas urheberrechtlich geschütztes heruntergeladen, noch etwas zum Download angeboten. Man behauptet lediglich, dass man es habe und gerade höre. Mal schauen, ob die MusikindustrieCopyrightmafia für solche Fälle auch eine Pflicht zur Herausgabe der Nutzerdaten zu einer IP-Adresse einführen will.
Update: Last.fm dementiert das Ganze. Es ist mir auch nicht ganz klar, inwiewieit diese Daten nicht ohnehin öffentlich verfügbar sind.
Ein gutes Beispiel, was alles passiert, wenn man Internet-Providern eine Zensurinfrastruktur in die Hand gibt, ist schon mehrere Jahre her: 2004 zensierte Freenet bei seinen Kunden zwei Seiten, die sich kritisch mit den Geschäftspraktiken des Unternehmens auseinandersetzten (via antibuerokratieteam). Genau aus diesem Grund muss die Umsetzung der Zensurpläne von Herr Schäuble und Zensur-Ursel unbedingt verhindert werden!
Apple ist der Meinung, dass das Hacken des iPhone, mit dem Ziel, eigene Software darauf laufen zu lassen, eine Verletzung des DMCA darstellt. Es geht hier um so einfache Dinge wie Video aufnehmen mit der integrierten Kamera, GPS-Navigation in Echtzeit oder das iPhone als „Modem“ für einen Laptop nutzen zu können. Apple will Menschen, die dieses durchaus bemerkenswerte Stück Hardware rechtmäßig erworben haben, solche Dinge verwehren. Und nur zur Erinnerung: Bis vor kurzem wollte Apple auch mit dubiosen Knebelverträgen verhindern, dass man öffentlich über iPhone-Programmierung redet.
Leider, leider habe ich mir vor kurzem mal eine 15€-iTunes-Rubbelkarte gekauft, aber diese proprietäre Applesch… werde ich mir nie im Leben zulegen.
Der Chaos Computer Club hat den Vertrag zwischen dem BKA und den Internetprovidern veröffentlicht, der die Details der von unserer Zensur-Ursel angeregten Sperrung von Webseiten regelt. Alles weitere ist hier nachzulesen.
Ladet Euch den Vertrag am besten sofort runter, es könnte sein, dass auch den irgendjemand schnell aus dem Netz haben möchte.
Heute mal ein ungewwöhnliches Thema: Wie stark die Anti-Doping-Regulierungen heutzutage in die Privatsphäre und die Bewegungsfreiheit von Sportlern eingreifen.
Du siehst dir gerade das Bits of Freedom Blog-Archiv für Februar 2009 an.
Important Note
You're looking for the dutch civil rights organisation with the same name? Here it is!
There's also a campaign for open document formats by the FSF Europe called Freedom Bits that we strongly support.