Rechtsstaatliche Internet-Zensur?

27. Dezember 2008

Mathias Schindler skizziert, wie die Sperrung von Internetseiten in einem demokratischen Rechtsstaat geregelt sein müsste, damit sie halbwegs akzeptabel sei. Die meisten einschlägigen Politiker würden wahrscheinlich sagen „Dann kann man es auch gleich sein lassen“, aber trotzdem interessante Gedanken!


Diesjährige Weihnachtsspendenempfehlung

26. Dezember 2008

Auch dieses Jahr ist es eine gute und sinnvolle Idee, an Organisationen zu spenden, die den Schäubles und Zierckes dieses Landes kräftig in die Suppe spucken. An erster Stelle empfehle ich aber diesmal – vor allem den Lesern, die irgendwo in Nordbayern beheimatet sind – eine Initiative, die sich tatsächlich und unter nicht geringem Risiko gegen Extremisten einsetzt, anstatt an ineffektiven und rechtsstaatsgefährdenden Gesetzen gegen vermeintliche solche zu arbeiten: Das Bürgerforum Gräfenberg. Hier ist ein Artikel über die Drohungen, denen sie gerade ausgesetzt sind.


Wikileaks sperren, sofort!

20. Dezember 2008

Update 27.03.2009: Die Realität holt uns ein: Wegen der hohen rechtlichen Risiken habe ich alle Links auf Wikileaks entfernt.

Ich ignoriere jetzt mal hemmungslos die Gefahr, den „Bedarfsträgern“ noch zuzuarbeiten – aber: Wenn man ohnehin schon überall am Webseiten sperren ist, warum nicht gleich noch Wikileaks?


Bald willkürliche Fotografierverbote in Großbritannien?

17. Dezember 2008

Ich habe wirklich langsam keine Lust mehr auf eine Kurzreise nach London. In fremden Städten fotografiere ich nämlich gerne auch mal eine Bushaltestelle, eine Mauer oder andere Dinge, die nicht unbedingt Standardtouristenmotive sind. Das britische Innenministerium hat jetzt aber in einem Schreiben an einen Journalistenverband bestätigt, dass es beabsichtige, das Fotografieren auf offener Straße zu untersagen, wenn auf eine nicht näher definierte Weise die „öffentliche Sicherheit“ in Gefahr sei. Das passt gut zu einer Entwicklung, zu der ich schon vor einigen Monaten berichtet habe. Hobbyknipser wird man im Zweifelsfall noch weniger verschonen als Journalisten, und schon eine Aktion wie die rechts in diesem Blog (Standorte von Überwachungskameras dokumentieren) wird ganz schnell als „Ausspähen kritischer Infrastrukturen“ oder dergleichen aufgefasst werden.

Außerdem hatte ich selbst schon einmal Glück. In der U-Bahn-Station „Pentagon“ in Washington D.C. sprach mich einmal eine Soldatin freundlich darauf an, dass Fotografieren verboten sei; das Schild hatte ich übersehen. Die Station sah nicht anders aus als andere Stationen in Washington auch, mit imposantem Gewölbe, und das Bild wäre wahrscheinlich so unscharf geworden wie dieses hier (eine andere Station)

Union Station

Die Soldatin überprüfte noch noch nicht einmal, ob ich das Foto tatsächlich gelöscht hatte. Aber noch einmal lasse ich es nicht darauf ankommen.


Indien wehrt sich gegen Taj-Mahal-Kopie

13. Dezember 2008

Ein reicher Filmregisseur will in Bangladesch das berühmte Mausoleum nachbauen, mit dem Argument, dass sich viele Einwohner Bangladeschs eine Reise zum indischen Taj Mahal gar nicht leisten können. Indien versucht jetzt, das Urheberrecht zu bemühen. Schon lustig – wenn das Schule macht, was passiert dann mit den ganzen Kopien berühmter Gebäude in Vergnügungsparks, oder in Las Vegas?

Ergänzung: Es gab auch schon einen Fall, bei dem die Church of England nicht wollte, dass das Innere einer Kathedrale in einem (brutalen) Computerspiel vorkommt.


Automatisch generierter Gefährdercontent

7. Dezember 2008

Klasse – darauf warte ich ja die ganze Zeit schon! (via radio1984)

Scharfschützengewehr Deccan Mujahideen TNT Wolfgang Schäuble Jungfrauen gezielte Tötung Lashkar-e-Taiba Anthrax Sonderkonto Iran Gentrifizierung Allah Acetonperoxid Einführung Sprengchemie Lolita Kandahar