Die Gesamtstrategie von Google

8. November 2009

Kristian Köhntopp hat einen schönen Artikel mit vielen weiterführenden Links dazu. Es geht z.B. um Dark Fiber, Googles Rechenzentren, das geforderte Leistungsschutzrecht und den neuen Vorstoß auf den Markt für Navigationssoftware.


Illegale Downloader sind die besseren Kunden

1. November 2009

Wer illegal Musik aus dem Internet herunterlädt, gibt nach einer Studie des britischen Forschungsinstituts Demos trotzdem noch pro Jahr 75% mehr Geld für Musik aus als die komplett gesetzestreuen Nutzer. Eigentlich sind „Raubkopierer“ also die besten Kunden, und viele Maßnahmen, um sie abzuschrecken, dürften mehr wirtschaftlichen Schaden anrichten als die illegalen Downloads selbst.


GMX prahlt mit „Sicherheit mit TÜV-Siegel“

31. Oktober 2009

Wieso musste ich bloß eben bei dieser E-Mail herzhaft lachen? (auch Michael Butscher wunderte sich schon)

gmx

Liebe GMX-Leute – ist es nicht gerade etwas unglücklich, mit „TÜV-geprüfter Sicherheit“ zu werben und Eure Kunden auch noch dazu aufzufordern, sämtliche Passwörter für Social Networks und andere Webanwendungen bei Euch zu hinterlegen?
Wieviel ein solches „Qualitäts“siegel wert ist, zeigte sich doch in den letzten Tagen beim Online-Buchhändler Libri, der trotz krassester Sicherheitslücken ein TÜV-Siegel bekommen hat.


Klasse Protestaktion

28. September 2009

Man muss gar nicht mal hundertprozentiger Pazifist und für den sofortigen Abzug aus Afghanistan sein, um diese Aktion bei einem „Tag der offenen Tür“ der Bundeswehr cool und kreativ zu finden.


Anekdote zum Thema CDU und Videoüberwachung

20. September 2009

Wenn man mit Menschen auf der Straße diskutiert, die das unglaublich dämliche „Ich habe doch nichts zu verbergen“-Argument vorbringen: Einfach mal eine Kamera einschalten und ohne ihre Zustimmung auf sie richten.


Stoppt die Prügel-Politiker der CSU!

15. September 2009

Freiheit statt Angst 2009 – Impressionen

13. September 2009
  • Sehr interessant, um nicht zu sagen verräterisch, waren übrigens die Umzug-Fahrzeuge der einzelnen Parteien. Bei der Linkspartei-Jugendorganisation: Ein Uralt-Klapper-Van (Ford Transit) Bei der Piratenpartei: Ein ziemlich neu ausehendes Mercedes-SUV (M-Klasse) mit „gläsernem Wohnzimmer“-Anhänger und ein Sattelzug mit ebenfalls sehr neu aussehender Zugmaschine (Renault) und Anhänger in Überlänge. Sah jedenfalls nach viel Geld aus. Bei AK Vorrat und Verdi: Ziemlich durchschnittliche Kleintransporter. Bei den Grünen: Ein Doppeldeckerbus.
  • Eines kann man der ganzen Bewegung auf keinen Fall nachsagen: Gewaltbereitschaft. Schließlich fand die Kundgebung direkt vor der Konzernzentrale der Deutschen Bahn AG statt, also für viele dem Top-Unternehmen in Sachen Stasi-Methoden (in der Ära Mehdorn), ohne dass es irgendwelche Versuche gab, das Gebäude zu stürmen, oder auch nur Sachbeschädigungen zu verüben :-)
  • Ich habe ein einziges Plakat gegen Social Networks gesehen („Facebook weiß, wann Dich Deine Freunde verlassen – myspace auch“). Gleichzeitig berichten die meisten Teilnehmer in genau dieses Social Networks über die Veranstaltung und geben dabei massenhaft persönliche Daten preis. Eigentlich gehöre ich mit diesem Blog auch schon dazu. Diesen Umstand sprach auch Monty Cantsin von der Hedonistischen Internationalen in seiner Rede an.
  • Der Einfluss der Love Parade auf Demonstrationen ist groß. Es geht nichts mehr ohne Lautsprecherwagen, von denen Reggae, Rock oder Hip Hop mit staatskritischen Texten abgespielt wird. Wo sind die Zeiten, als man einfach nur Parolen gerufen hat?

Mehr Videoüberwachung? (die zweite)

13. September 2009

Eine Studie aus Großbritannien enthüllt, dass in einem Jahr in London pro 1000 Videokameras nur eine Straftat zusätzlich aufgeklärt werden konnte (siehe auch der BBC-Artikel). In einem Monat half Material aus den Überwachungskameras z.B. nur bei 8 von 269 gemeldeten Raubüberfällen bei der Aufklärung. Die Kameras im Stadtgebiet von London – mehr als eine Million an der Zahl – kosteten dabei über 500 Millionen Euro. Wenn man annimmt, dass eine Kamera fünf Jahre hält, bevor sie ausgetauscht werden muss, kostet es also 100.000 Euro pro Jahr, alleine mittels Videokameras eine Straftat pro Jahr mehr aufzuklären. Wartungskosten, die Kosten für die Überwachungszentrale und das Personal, das die Kamerabilder sichtet, sind da noch gar nicht eingerechnet. Das Geld wäre jedenfalls besser in zusätzliche Streifenpolizisten investiert. Übrigens ist München genau wegen der sehr guten Präsenz der Polizei auf der Straße auch sehr erfolgreich bei der Kriminalitätsbekämpfung – 2008 gab es dort nur drei Morde. Zu Panik und übertriebener Kriminalitätsfurcht besteht also kein Anlass.

Es gibt ja mal wieder (leider) einen Anlass, daran zu erinnern.


Bits of Freedom sind zurück

18. August 2009

Meine niederländischen Namenskollegen von Bits of Freedom scheinen wieder aktiv zu sein. Unter anderen veranstalteten sie einen Workshop auf dem Hackertreffen Hacking at Random.


Palm Pre spioniert seine Nutzer aus

12. August 2009

Ach herrje, und ich habe schon angefangen, mich auf ein neues Digitalspielzeug vor Weihnachten zu freuen, das weniger DRM- und überwachungsverseucht ist als Apples iPhone. Jetzt werde ich wohl mein 4 Jahre altes Siemens-Handy weiterbenutzen, bis es nicht mehr geht, und kann persönlich von Produkten solcher Firmen nur abraten.